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15 Jahre BaFin – Digitalisierung und Zukunft der Regulierung im Fokus

Die Digitalisierung verändere die Finanzwelt gerade in atemberaubendem Tempo, sagte BaFin-Präsident Felix Hufeld bei einem Symposium mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Aufsicht anlässlich des 15-jährigen Bestehens der BaFin in Bonn.

Im Mittelpunkt zweier Paneldiskussionen mit Experten aus dem Bundesfinanzministerium, aus Wirtschaft, Wissenschaft und Aufsicht am Bonner Dienstsitz der BaFin standen Digitalisierung und Cyberrisiken und die Zukunft der europäischen Regulierung. Die fortschreitende Digitalisierung stehe für erhöhte Profitabilität und Innovationsfähigkeit, aber auch für eine neue Art von Risiko, sagte Hufeld. «Wir müssen uns aus regulatorischer Sicht fragen, wie wir Innovation ermöglichen und zugleich für Sicherheit sorgen können», stellte Dr. Levin Holle dazu fest, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Finanzen. Es müsse eine Balance zwischen diesen beiden Polen geben, forderte Hufeld. Wer das Cyberrisiko in den Griff bekommen wolle, müsse schnell sein, ergänzte Gabi Dreo Rodosek, Professorin an der Universität der Bundeswehr. Im Internet dauere ein Jahr drei Monate, sagte sie.

Christian Sewing, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bank, und FinTech- Gründer Valentin Stalf (N26) waren sich darin einig, dass der Digitalstandort Deutschland im internationalen Vergleich gut dastehe, in einigen wesentlichen Punkten aber Nachholbedarf bestehe. Deutlich wurde bei dem Gespräch, dass traditionelle Banken und FinTechs sich nicht nur als Konkurrenten sehen, sondern auf vielfältige Weise kooperieren.