Rating

Die Grossen Drei und die Grossen Vier innig verschränkt

Die Regulierung der führenden Ratingagenturen nach Beginn der Bank- und Finanzkrise vor gut elf Jahren «hat sich insofern als Flop erwiesen, weil ihre Ziele nicht erreicht wurden.» Das stellte Dr. Oliver Everling, der anerkannte Kenner des weltweiten Geschäftes der Ratingagenturen, am 18. Juli 2017 in der deutschen «Börsen-Zeitung (BÖZ)» fest.
Die Regulierung war im Herbst 2008 von den 20 Lenkern der Weltpolitik verabredet worden. Den Grund dafür bilanzierte Bernd Neubacher, einer der führenden deutschen Finanzjournalisten, in der erwähnten BÖZ: «Triple-A-Ratings für dubiose Verbriefungen und andere Persilscheine der drei großen Ratingagenturen hatten gerade weite Teile der globalen Bankenlandschaft in Schutt und Asche gelegt, staatliche Stützungsmaßnahmen in Billionenhöhe erforderlich gemacht und die schlimmste Finanzkrise seit der Großen Depression» der 1930er Jahre heraufbeschworen.
Das Geschäft der führenden Agenturen Standard & Poor´s, Moody´s und Fitch hat weder durch ihr Fehlverhalten vor der Noch-Krise noch durch einige Regulierungsaktionen nach derem Beginn Schaden genommen. Es boomt ungebremst. Das weltweite Duopol der US-amerikanischen Agenturen – Fitch spielt mit – beherrscht nunmehr den gesamten globalen Ratingmarkt.